25.11.2020

Innovatives Bauprojekt der Kirchengemeinde Schleswig

Nun geht es los: Das Pauluszentrum wird gebaut!

Der Kirchengemeinderat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schleswig hat auf seiner Sitzung am Montag, 23. November, einen wichtigen Beschluss gefasst: Der seit vier Jahren geplante Umbau der Pauluskirche zu einem "Pauluszentrum" soll nun verwirklicht werden. Der Bauantrag wird noch in diesem Jahr gestellt. Die weiteren Planungen und die Ausschreibungen erfolgen bis zum Sommer 2021, der Spatenstich ist bislang für September 2021 geplant.

Nach den Plänen der Kirchengemeinde Schleswig bleibt die Paulus-Kirche an der Königsberger Straße in der Grundsubstanz erhalten und wird um moderne Elemente erweitert: Ein gläsernes Foyer und ein gläserner Eingang stehen dann für eine einladende und offene Kirche im Stadtteil. Innen wird ein moderner Gottesdienstraum zu finden sein, der zu neuen Gottesdienstformen einlädt. Hinter dem Kreuz entsteht der Bandprobenraum und in einer zweiten Ebene, die eingezogen wird, Büros und Gruppenräume für Jung und Alt. „Das wird ein Begegnungszentrum für Alle im Stadtteil“, fasst Ortspastorin Sandra Matz zusammen. Die markanten bunten Glasbausteine bleiben enthalten. Hier entsteht ein Raum der Stille, der auch für Taufen genutzt wird – und das alles hinter einer gut gedämmten, neu aufgebauten Fassade, die einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leistet. Konzeptionell entsteht somit ein Zentrum für moderne Gemeindearbeit, das die eher klassisch orientierten Formate am Schleswiger Dom ergänzt. Pröpstin Lenz-Aude sagt: „Damit macht sich die Gemeinde zukunftsfähig, so dass der Kirchenkreis das Vorhaben mit einer Million Euro unterstützen wird. Weitere drei Millionen nimmt die Gemeinde in die Hand, um das neue Pauluszentrum zu finanzieren. Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Pastor Dr. Michael Dübbers sagt: "Die Entscheidung des Kirchengemeinderates, das Projekt so zu realisieren, ist Teil eines Gebäudeplanes für die gesamte Stadt Schleswig. Wir hatten zu viele Gebäude in zu schlechtem Bauzustand. Ziel war und ist es, zum Klimaschutz beizutragen, indem wir energetisch effiziente Räume schaffen, die wir gleichzeitig besser auslasten und inhaltlich gut füllen.“ Mit seiner Entscheidung folgt der Kirchengemeinderat dem Konzept, das die Architekt*innen Manuel Dycker und Nadja Markmann aus dem Husumer Architekturbüro JF Architekten und Stadtplaner vor drei Jahren entwickelt hatten. Der Baubeginn ist für September 2021 geplant, die Fertigstellung für April 2023. Die Idee: Jung und Alt werden sich unter einem Dach begegnen und das Leben aktiv gemeinsam gestalten - von Pfadfindern und Konfer-Gruppen über die ev. Jugend bis hin zu Erwachsenen- und Senior*innengruppen. „Wir wollen Menschen zusammenbringen“, sagt die Vorsitzende des Jugendausschusses, Pastorin Jasmin Donath-Husmann. Ein wichtiger Bestandteil: Eine große und gut ausgestattete Küche. So sind zum Beispiel Hochzeiten denkbar, bei denen nach dem Traugottesdienst im Pauluszentrum gefeiert werden kann oder gemeinsame Kochaktionen von jungen Müttern und Senior*innen. Pröpstin Johanna Lenz-Aude sagt: „Das gemeinsame Essen hat einen hohen Stellenwert, die Bibel ist voller Geschichten davon. Essen, Glauben und Kirche gehören zusammen.“ Text: Anja Pfaff