Besuch bei Freunden in schwieriger Zeiten

„Dass mein Besuch in dieser schwierigen Zeit stattfinden konnte, wurde von unseren Partnern im

Nahen Osten als besonderes Zeichen der Verbundenheit wahrgenommen“ sagte Henning Lüthke,

der Sprecher des Nahostausschusses des Kirchenkreises, nach seinem Aufenthalt in Jerusalem und

Beit Jala im August 2025.

Der Kirchenkreis Schleswig-Flensburg unterhält seit vielen Jahren Partnerschaften mit der

jüdischen Reformgemeinde Kehilat Har-El in Jerusalem und der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in Beit

Jala in der Nähe von Bethlehem. „Wir haben Freunde auf beiden Seiten der Mauer. Das ist

einzigartig in der Nordkirche“, so Henning Lüthke. Der jetzt stattgefundene Besuch diente

Gesprächen mit der Leitung der Gemeinde Kehilat Har-El, die sehr aktiv in der Bewegung für die

Freilassung der von der Hamas entführten Geiseln und für die Beendigung des Gaza-Krieges ist. Im

Mittelpunkt stand aber die Verbesserung des Kontaktes zu der Ev.-Luth. Gemeinde in Beit Jala.

Dort ist seit Sommer 2024 mit Fursan Zumot ein neuer Pastor tätig. „Für die Entwicklung eines

guten Kontaktes ist die persönliche Begegnung unerlässlich“ sagte Henning Lüthke und ergänzte:

„Pastor Fursan Zumot ist sehr an einer guten Entwicklung der Partnerschaft interessiert. Dies wird

uns im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg die Möglichkeit geben, auch in Zukunft die soziale

Arbeit der Gemeinde in Beit Jala und ihre Arbeit für Kinder und Jugendliche zu unterstützen.“ Die

wirtschaftliche Lage vieler Mitglieder der Gemeinde in Beit Jala ist seit dem Oktober 2023 noch

einmal deutlich verschlechtert. Viele Menschen in der Region um Bethlehem sind im Tourismus

beschäftigt. Dieser ist nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Überfalls der Hamas auf Israel,

vollständig ausgefallen. In vielen Familien fehlen die Einkommen, ein staatliches Sozialsystem gibt

es in Palästina nicht. In dieser Situation versucht die Gemeinde in Beit Jala zumindest in

existenziellen Notlagen zu helfen, z.B. bei erforderlichen medizinischen Behandlungen, welche die

Patienten selber bezahlen müssen, da es eine Krankenversicherung nicht gibt. Pastor Fursan Zumot

versucht zudem, mit Angeboten für Kinder und Jugendliche eine Entlastung in der psychisch

belastenden Situation, die auch für Menschen in der Region Bethlehem mit dem Gaza-Krieg

verbunden ist, zu leisten.

Falls Sie finanziell helfen möchten: Überweisungen bitte an den Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-

Flensburg, IBAN: DE 65 2175 0000 0165 2636 74, Verwendungszweck Nahostpartnerschaften.

Falls Sie mehr über die Partnerschaften des Kirchenkreises im Nahen Osten erfahren möchten oder

Interesse an einer Mitarbeit im Nahostausschuss haben, melden Sie sich gerne bei Henning Lüthke

(henning.luethke@gmx.de).

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